Das Stück der Woche, weil es festhält, was die befragten CEOs sonst nur unter sich sagen. BCG hat 152 CEOs von Unternehmen ab 500 Millionen Dollar Umsatz befragt: Fast neun von zehn sehen Kosten- oder Umsatzeffekte aus KI in einzelnen Bereichen, fast zwei Drittel fahren Piloten, 26 Prozent haben KI in eine umfassendere Transformation eingebunden, 14 Prozent haben für alle Vorhaben den Ergebnisbeitrag definiert. BCGs vier Schritte sind organisatorisch, nicht technisch: Der CEO orchestriert und die Fachbereiche verantworten das Ergebnis, wenige Felder mit hohem Nutzen, Erfolgsmessung vor dem Start, Qualifizierung und Veränderung voll finanziert. Zweimal gegen die Quelle gelesen. „High performers“ sind über das Ergebnis definiert, mindestens 10 Prozent Kostensenkung oder 5 Prozent Umsatzwachstum; „siebenmal wahrscheinlicher, Abläufe neu zu gestalten“ ist deshalb eine Korrelation unter 152 Antworten, kein gemessener Hebel. Und der Satz, der am häufigsten zitiert werden wird, 10 Prozent des Nutzens aus Algorithmen, 20 aus Daten, 70 aus dem Betriebsmodell, beginnt mit „In BCG’s experience“. Das ist eine Hausregel, die BCG seit Oktober 2020 vertritt und 2022 ausformuliert hat („Five Rules for Fixing AI in Business“), kein Ergebnis dieser Umfrage. Die Richtung stimmt, und ich würde sie für jedes Technologieprogramm übernehmen: erst die Person benennen, dann das Werkzeug wählen.