Das Stück der Woche, weil hier in einem ausgelieferten Produkt steht, was sonst in Architekturdiskussionen bleibt. CISA stuft den Ladepunkt XCharge C6 mit CVSS 9,8 (v3.1) ein und klassifiziert die Schwachstelle als „Download of Code Without Integrity Check": „Because cryptographic signatures are not verified, an attacker with the ability to interfere with or impersonate the management channel could cause the device to install an unauthorized firmware package." Was genau im Gerät passiert, beschreibt SaiFlow, deren Forscher den Fall gemeldet haben (saiflow.com, „RCE by Design"): Geprüft wird eine MD5-Summe, die der Absender zusammen mit der Firmware mitliefert, und ein im Paket enthaltenes Skript läuft anschließend mit Root-Rechten. Der naheliegende Reflex ist der falsche: Ein stärkerer Hash ändert nichts, weil der Absender ihn ebenfalls berechnet. Was fehlt, ist ein Schlüssel. Und im selben Advisory steht eine dritte Schwachstelle, die kaum jemand zitiert: Ein über den Ladestecker erreichbarer Dienst akzeptiert ein voreingestelltes Administratorkonto. Das geht nicht aus der Ferne, dafür braucht man das Kabel in der Hand. XCharge gibt an, die Korrektur auf alle betroffenen Ladepunkte ausgerollt zu haben.